Ärztinnen informieren sich

Zwei Fachkräfte der Polozker Kinderpoliklinik, Dr. Elena Stepanez und Dr. Swetlana Ablomova, kamen nach Friedrichshafen um Einrichtungen zu besuchen, um Ideen mitzunehmen und um diese dann in Polozk in neuen Projekten umzusetzen.
Schwerpunkte ihrer Arbeit waren Menschen mit autistischen Störungen und Menschen mit Hörschädigungen.

Schnupperpraktikum 2019

2019
10.11.2019

Sonntag

13.55 Uhr Abholen der Gäste am Flughafen Elena Stepanez und Svetlana Ablomova wurden von Elvira und Wilhelm Müller sowie von Hubert Weiß empfangen. Uwe Lenz und zwei PolozkerInnen, Vlada und Roman, kamen ebenfalls zur Begrüßung in die Empfangshalle.

Roman, Dr. Elena Stepanez, Elvira, Vlada, Dr. Svetlana Ablomova, Uwe, Hubert

11.11.2019

Montag

10:00 Besuch bei HNO Arzt Herrn Dr. Schröder

Frau Annedore Schmidt, die den Termin bei ihrem HNO Arzt möglich machte, kam auch in die Praxis um uns dem Arzt vorzustellen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden Elvira Müller und Svetlana Ablomova ins Ärztezimmer begleitet. Somit konnten sie die Untersuchung der Patienten miterleben. Nach jeder Untersuchung hatte der Arzt das Krankheitsbild des Patienten kurz erläutert.
Im Anschluss zeigte Dr. Schröder alle Untersuchungsräume in der Praxis. Die HNO Ärztin Svetlana Ablomova wunderte sich über die Einrichtung und die vielen med. Diagnostik-Geräte einer Privatpraxis. Herr Dr. Schröder zeigte Bereitschaft nach Möglichkeit die Polozker Kinderpoliklinik mit gebrauchten med. Instrumenten zu unterstützen.

 

13:30 Stiftung Liebenau, Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Dr. Katharina Kraft
Dr. Elena Stepanez
Dr. Svetlana Ablomova
Elvira Müller
Hubert Weiß

 

Um 13.30 Uhr trafen wir die Chefärztin der St.Lukas-Klinik Fr. Dr. Katharina Kraft in der „Abt. Kinder-und Jugendpsychiatrie und Physiotherapie“. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde erzählte und schilderte Frau Dr. Kraft, wer in der St.Lukas-Klinik behandelt werden kann. Hier zeigte sich, wie vielfältig und breit gefächert das Thema „Autismus“ ist. Von der Eingangsdiagnostik bis zur Behandlung erläuterte Fr.Dr.Kraft alle Wege und Stationen, die in der Klinik möglich sind. Frau Dr. Elena Stepanez erklärte dass auch in Polozk ähnliche Wege beschritten werden, allerdings mit dem Unterschied, dass in Polozk die Fachärzte noch in verschiedenen Städten sind. So müssen die Patienten zu bestimmten Diagnostiken zum Teil erst nach Vitebs, Minsk oder in andere belarussische Städte reisen.

Im Gespräch zeigte sich, dass sich Frau Dr.Kraft und Fr.Dr.Stepanez während ihrem Praktikum 1996 im Krankenhaus Friedrichshafen bereits einmal getroffen hatten.

Nach einer Führung durch die verschiedenen Behandlungsräume, Aufenthaltsräume und Entspannungszimmer verabschiedeten wir uns mit den besten Wünschen für die Erfüllung der Arbeit in der St.Lukas-Klinik und der Arbeit und dem Aufbau einer Fachabteilung für Patienten mit autistischen Störungen in Polozk. Fr.Dr.Kraft hat angeboten, bei Fragen irgendwelcher Art dürften die „Polozker“ sich gerne jederzeit direkt an Sie wenden!

Fazit: Es war Dank Frau Dr. Kraft ein überaus informatives und offenes Gespräch, das sicherlich seine Berücksichtigung in Polozk finden wird.
Herzlichen Dank !

12.11.2019

Dienstag

10:00 Tannenhag Schule

 

19:00 Stammtisch VfB Restaurant

Elena und Svetlana nahmen am monatlichen Stammtischtreffen teil. Sie berichteten über ihre ersten Eindrücke und die Themenschwerpunkte ihres Schnupperpraktikums.

13.11.2019

Mittwoch

08:30 Besuch im GPZ (Gemeindepsychiatrisches Zentrum)

Herr Krause empfing die Gäste aus Polozk sowie Elvira und Wilhelm Müller und erläuterte nach einer kurzen Vorstellungsrunde das Konzept und Ziele des GPZ. Unter anderem wurde ein internationales Projekt vorgestellt, das mit Hilfe des Vereines zur Unterstützung psychisch Kranker in Rumänien durchgeführt wird. Seit der Zusammenarbeit mit der Psychiatrischen Klinik in Rumänien hat sich einiges verändert. Unterstützt wird auch die Selbstorganisation Angehöriger. Herr Krause führte anschließend durch Werkstätte (Papierwelt, Handwerkdienste, industrielle Fertigung, Gastro und andere Dienstleistungen), in den unter Anleitung psychisch Kranke und Langzeitarbeitslose Menschen beschäftigt sowie begleitet werden.

 

10:00 Besuch bei „AMALIE“ (Ambulanter Kinderhospizdienst für den Bodenseekreis) Lebensbegleitung für Familien bei Krankheit, Sterben, Tod und Trauer.

Nach der Begrüßung der Gäste aus Polozk und Frau Müller erzählten Frau Weiland und Frau Wölfle über die Einrichtung, Ziele und Organisation der Unterstützung für Familien in schwierigen Lebenslagen. Es wurde berichtet, wie die Unterstützung mit Hilfe von Ehrenamtlichen durchgeführt wird, die dafür geschult werden. Die Berichte über die Unterstützung der Familien mit unheilbar kranken Kindern wurden mit Interesse angehört. Beide Frauen äußerten Bereitschaft auch mal nach Polozk zu reisen und nach Möglichkeit ihre fachliche Unterstützung anzubieten.  Dies sollte vorher mit dem Träger besprochen werden.

 

14:00 Besuch im Kinderklinikum Friedrichshafen

Die Führung in der Kinderklinik für Kinder und Jugendliche übernahmen Uwe Lenz und Oberschwester Frau Falzone. Neben Elena Stepanez, Svetlana Ablomova und Elvira Müller nahm auch Karin Ruppelt an der Führung teil. Oberschwester Frau Falzone führte die Besucherinnen durch die Abteilungen der Kinderklinik, präsentierte die neuesten med. Geräte und Arbeitsmitteln. Sie stellte die Versorgung auf der Allgemeinpädiatrie und die Neonatologie für kranke Neugeborene mit besonderer Berücksichtigung der Mutter-Kind-Bindung vor. Das Klinikum Friedrichshafen betreut Frühgeborene ab einem Reifealter von 29+0 SSW. Die geburtshilfliche und neonatologische Versorgung ist „Tür-an-Tür“ organisiert, so ist auch ein kontinuierlicher Informationsaustausch zur Optimierung der Sicherheit der kleinen Patienten möglich.

 

16:00 Besuch bei Hörgeräteakustiker Andreas Wolter

Im Hörstudio begrüßte Andreas Wolter die Gäste aus Polozk, Elvira Müller und Rotraut Binder, die sich für einen Hörtest zur Verfügung stellte. Andreas Wolter führte mit Rotraut einige Hörtests, wie z.B. Spracherkennung mit und ohne Hörgeräte an Hand neuester Hörgerätetechnik durch.

 

20.00 Uhr Die Polozker Gäste und einige Vorstandsmitglieder treffen sich mit dem Fanfarenzug Graf Zeppelin.
Nach ein paar musikalischen Stücken überrreichte der FGZ durch Christian Hauser eine Mappe mit CD und Stickers an die Polozker Gäste mit der Bitte, in Polozk für ihre musikalische Reise 2020 nach Polozk zu werben. Zur Einstimmung ihrer Reise überreichte der Freundeskreis Polozk dem FGZ das Wissensspiel: Reise nach Polozk. Mit einem herzlichen Dankeschön für den überaus freundlichen, musikalischen Empfang verabschiedeten wir uns.

 

14.11.2019

Donnerstag

09:00 Besuch in der Heimsonderschule Haslachmühle

Herr Bernd Eisenhardt empfing die Gäste aus Polozk sowie Elvira Müller und Tiberius Schmaus. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde erläuterte Herr Eisenhardt die Geschichte und Entwicklung der Einrichtung Haslachmühle. Schwerpunkt seiner Ausführung war das aktuelle Lern- und Lebenskonzept an der Schule. Beeindruckend war seine äußerst differenzierte Darstellung zu autistischen Schülerinnen und Schülern.
Ebenso überzeugend waren seine Ausführungen zum Umgang mit hörgeschädigten Kindern und der Einführung der Gebärdensprache, die lange Zeit verboten war. Interessant waren auch die schriftlichen Dokumente zur Gebärdensprache, wobei natürlich der Ordner mit den russischen Karten für die Gebärdensprache besondere Aufmerksamkeit erfuhr. Ein Rundgang durch einige Räume ließ die effektive Umsetzung der zuvor angesprochenen Punkte erkennen und bescherte uns auch Kontakte zu einzelnen Schülerinnen und Schülern. Zum Abschied bedankten sich Frau Dr. Elena Stepanez und Frau Dr. Svetlana Ablomova herzlich und überreichten ein Geschenk.

 

12:00 Oberschwabenklinik Ravensburg

Dr. Peter Schorcht
Dr. Elena Stepanez
Dr. Svetlana Ablomova
Elvira Müller
Hubert Weiß

Um 12.00 Uhr empfing uns der Leiter der Palliativstation Herr Dr. Schorcht zu einem Informationsgespräch. Er stellte uns seine Arbeit vor und erklärte die Abläufe der Station. Im Anschluss erhielten wir noch einen Einblick in die Krankenzimmer, Behandlungsräume und die Sanitärräume. Unsere Polozker Ärztinnen zeigten sich sehr beeindruckt, sowohl  von den Räumlichkeiten wie auch von den Behandlungsmethoden und bedankten sich herzlich für die erhaltenen Informationen bei Herrn Dr. Schorcht.

15.11.2019

Freitag

06.55 Uhr Abflug vom Flughafen Friedrichshafen über Frankfurt nach Warschau. Danach ging es mit dem Bus von Warschau über Minsk nach Polozk.

Elvira u. WIlhelm Müller, Hubert Weiß und Walter Kühnle verabschiedeten die Gäste morgens am Flughafen. Elena und Swetlana haben sich zum wiederholten Mal für das umfangreiche Programm und die Gastfreundschaft seitens des Vereines und der Institutionen bedankt. Im Gepäck wurden viele Informationen, Eindrücke, Arbeitsmaterialien, Grüße und die Weihnachtspost nach Polozk mitgenommen.
 

 

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